Verblendkeramik

….welche ist die Beste?

Ganz platt gesagt: Es gibt keine schlechten Keramiken mehr auf dem Markt.

Mittlerweile dominieren die großen Hersteller den Deutschen Dental-Markt. Eine schwierig zu verarbeitende Keramik kann sich kein Unternehmen mehr leisten.

Es kommt darauf an, wie du mit deinem Material umzugehen weißt!

Stehen im Keramikraum ungeöffnete Pöttchen mit Sondermassen zu deinem Keramiksystem rum?
Bingo! Deine Chance!

Eine gute Vorbereitung ist der große Bruder des Erfolgs.

Keine Ahnung wer das gesagt hat, allerdings hat es sich bewahrheitet!

In diesem Blogbeitrag zeige ich Dir, wie Du mit Deinem Keramiksystem ungeahnte High-End Restaurationen zaubern kannst.

Die heutigen Ketamiksysteme sind sehr umfangreich, um sämtliche individuellen Situationen nachbilden zu können.


Ich zeige dir in diesem Blogbeitrag:

  • einfache Brennprobe für deinen Keramikofen
  • dein eigenes „Keramiksortenrad“
  • Umgang mit deinem Werkstoff (ein paar Denkanstöße)

Bevor wir loslegen, habe ich noch eine großartige e-book Sammlung mit verständlich geschriebenen Hintergrundinformationen für dich.
Fundiertes Wissen über Dentalkeramiken, welches dich voran bringt, bekommst du hier…..> https://werkstoffkunde-kompendium.de/das-werkstoffkunde-kompendium/dentale-keramiken/

Die paar investierten Euros heben Dich auf ein neues Level.
(Nein, ich werde für diesen Link nicht bezahlt! Das ist mein persönlicher Tipp für dich, da ich die Kompendien als sehr informativ, gut recherchiert und verständlich verfasst halte!)

Jetzt geht es ans Eingemachte.

Falls du übrigens lieber Videos schaust statt Texte zu lesen, kannst du dir hier die YouTube-Version des Artikels anschauen: https://youtu.be/PtSkmD4clW8

  • Schnapp dir die Gebrauchsanweisung deiner Keramik.
    Ja, ich weiß…….es klingt total langweilig. Die Hersteller des Keramiksystems haben sich so einiges beim Kredenzen der Massen gedacht, also studiere ihre Philosophie.
  • Ohne einen gut brennenden Ofen keine gut gebrannte Keramik. Logo 😉
    Du brauchst 4 Pins, 2 Brenngutträger, eine DÜNNE Schicht Brennwatte/Brennflies oder Platinfolie, 50/50 Silikon und einen Kunststofffrontzahn (alternativ einen Brennprobenformer), die glasklare Masse aus deinem Sortiment und Isolierung.
    Die Brennprobe sollte auf der gleichen Höhe positioniert werden, wo deine Keramik auch brennt.
    Forme den Frontzahn zur Hälfte mit 50/50 Silikon ab.

    Die Form hat den Vorteil, dass sie von dünn nach dick verläuft. So siehst du die Auswirkung deiner Schichtstärke.
    Isoliere die so entstandene Form.
    Fülle die Form mit deiner glasklaren Masse. (Riffeln und absaugen hilft beim späteren Entformen.).
    Platziere deine Brennprobe auf dem Brenngutträger.
    Ab in den Ofen zum 1. Dentinbrand.
    Jetzt male auf einen weißen, nicht saugfähigen Untergrund (z.B. Kachel/Fliese) einen dünnen, schwarzen Strich mit Edding.
    Lege deine gebrannte Brennprobe auf den Untergrund mit Strich.

    Ist sie wirklich glasklar? Kannst du den schwarzen Strich klar sehen? Kantenstabil?
    Wenn die Brennprobe nicht so glasklar wie in der Gebrauchsanweisung erscheint, musst du den Ofen nachjustieren.
    Heißt:
    zu milchig = Temperatur erhöhen
    keine Kantenstabilität, aber glasklar = Temperatur reduzieren (eher selten der Fall 😉
  • Mit der von dir erstellten Silikonform (oder einem Brennprobenformer) lassen sich wunderbar eigene, individuelle Farbräder erstellen.

    Erstelle von jeder (!) Sondermasse in deinem Sortiment eine Brennprobe. Das geht jetzt, mit gut eingestelltem Ofen, fix für mehrere Massen gleichzeitig auf dem Träger.
    Die Brennproben klebst du auf eine Tiefziehfolie (kein Sekundenkleber verwenden) und beschriftest sie mit Schildchen (Kein Edding! Der ist nicht resistent gegen Desinfektionsmittel.)
    Jetzt weißt du genau was in den Keramiktöpfchen drin ist, wie es gebrannt ausschaut und die Räder kannst du am Patienten für die Massenauswahl einer individuellen High-End-Schichtung nutzen.
    Durch die unterschiedliche Stärke der Musterplättchen (von dick nach dünn) bekommst Du auch einen Eindruck über die Intensität der jeweiligen, gebrannten Keramikmasse.

  • Denkanstöße…..
    Schonmal darüber nachgedacht die Farbwahl (wenn sie vom Techniker vorgenommen wird) gleichzustellen? Vorteil: egal welcher Keramik-Kollege die Farbe/Schichtung bestimmt, ein anderer Kollege in der Keramik kann die Arbeit individuell erstellen.
    Dazu gibt es eine zweiteilige Publikation von mir. Schaut mal rein.
    Teil 1 https://media.zwp-online.info/archiv/pub/pim/dz/2014/dz0414/dz414_082_088_vita.pdf
    Teil 2 https://media.zwp-online.info/archiv/pub/pim/dz/2014/dz0514/dz514_052_055_vita.pdf

Ich wünsche Euch viel Spaß beim „Brennen für die Zahntechnik “ 🙂

Ein großer Dank geht an die Firmen Vita Zahnfabrik, Kulzer und GC für die Verwendung des Bildmaterials ihrer Keramiksortimente.

Ein besonders großer Dank geht auch an die Firma Dentaurum für die tolle Unterstützung zum YouTube Video!